Wohnen jenseits der Stadtgrenze
Berlin [ENA] Der Berliner Wohnungsmarkt endet längst nicht mehr an der Stadtgrenze. Immer mehr Menschen zieht es ins Umland, neue Wohnquartiere entstehen und ganze Gemeinden wachsen. Doch mit der steigenden Nachfrage wachsen auch die Herausforderungen. Welche Rolle spielt das Berliner Umfeld?
Die Stadtgrenze verliert an Bedeutung - Berlin und sein Umland sind heute eng miteinander verflochten. Hohe Mieten und Kaufpreise in der Hauptstadt treffen auf den Wunsch nach mehr Wohnfläche und einem familiengerechten Umfeld. Ende 2024 lebten bereits rund 1,04 Millionen Menschen im Berliner Umland. Seit 2015 wuchs die Bevölkerung dort um 9,1 Prozent. Auch 2025 setzte sich die Entwicklung fort: Während Brandenburg insgesamt leicht Einwohner verlor, verzeichnete das Berliner Umland weiterhin Zuwächse.
Wohnungsbau konzentriert sich auf das Umland - Der Wohnungsbau folgt der Bevölkerungsentwicklung. Mehr als die Hälfte der 2025 in Brandenburg neu hinzugekommenen Wohnungen entfiel auf das Berliner Umland. Auch bei den Genehmigungen zeigt sich die Bedeutung der Region: Von 7.022 genehmigten Wohnungen in neuen Wohngebäuden in Brandenburg waren 4.435 im Berliner Umland vorgesehen. Gleichzeitig sank die Zahl der dort fertiggestellten Wohnungen in neuen Wohngebäuden von 5.995 im Jahr 2024 auf 3.609 im Jahr 2025.
Wohnen muss regional gedacht werden- Die Wohnungsfrage lässt sich langfristig nur gemeinsam für Berlin und Brandenburg betrachten. Das Umland bietet weiterhin erhebliche Entwicklungsmöglichkeiten. Dabei werden Nachverdichtung, bestehende Siedlungsbereiche und neue Quartiere entlang leistungsfähiger Bahn- und ÖPNV-Verbindungen an Bedeutung gewinnen. Berlin und sein Umland bilden wirtschaftlich und gesellschaftlich längst einen gemeinsamen Raum. Diese Entwicklung sollte sich künftig noch stärker in der Wohnungs- und Infrastrukturplanung widerspiegeln.
Steigende Nachfrage führt zu steigenden Mieten- Mit der Attraktivität des Umlands steigen auch die Preise. Die mittlere Angebotsmiete erreichte 2025 bereits 13,51 Euro je Quadratmeter. Das Umland kann daher nicht unbegrenzt als günstige Alternative zu Berlin betrachtet werden. Wo Bevölkerung und Wohnraumnachfrage wachsen, müssen auch Infrastruktur und Versorgung Schritt halten. Schulen, Kitas, öffentlicher Nahverkehr, medizinische Angebote und Einkaufsmöglichkeiten werden damit zu entscheidenden Faktoren einer nachhaltigen Wohnraumentwicklung.




















































