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Ex-Rockerboss Eko the Troublemaker im Visier

Verantwortlicher Autor: Atilla Memet Dortmund, 15.02.2026, 10:54 Uhr
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Interview mit Eko Kanal99
Interview mit Eko Kanal99  Bild: Atilla Memet

Dortmund [ENA] Vom Bandidos-Funktionär zum Hells-Angels-Rebell – und mitten im Dortmunder Rockerkrieg. Er war über 15 Jahre ein Gesicht der Bandidos in Deutschland. Heute steht Elvedin M., besser bekannt als „Eko the Troublemaker“, im Zentrum eines der brisantesten Rockerkonflikte der letzten Jahre.

Der 44-jährige Dortmunder wechselte im Herbst 2024 mit rund 200 Gefolgsleuten zu den Erzfeinden Hells Angels – ein Schritt, der die Szene erschütterte. Inzwischen ist er dort wieder ausgeschlossen, Zielscheibe von Angriffen und unter ständiger Beobachtung der Behörden. Im September 2024 vollzog sich der spektakuläre Bruch: Eko und rund 200 Rocker wechselten geschlossen das Lager.

Die Bandidos MC, gegründet 1966 in Texas, gelten weltweit als zweitgrößter Rockerclub nach den Hells Angels. In Deutschland sind beide Clubs seit Jahren verfeindet, besonders in Nordrhein-Westfalen, wo die Bandidos 2021 wegen wiederholter Gewaltdelikte verboten wurden. Dieser Übertritt war ein beispielloser Vorgang im deutschen Rockermilieu – und für viele Alt-Mitglieder ein Verrat. Keinein Jahr später, im Dezember 2025, flog Eko bei den Hells Angels „Dortmund City“ wieder raus: „Out in badstanding“nennt das die Szene. Doch der Ex-Boss schwieg nicht. Er sprach öffentlich über interne Abläufe, drohte mit Enthüllungen und behauptete, eine Festplatte mit belastendem Material sei bei seinem Rechtsanwalt deponiert – als Sicherheitsversicherung.

Schüsse, Provokationen und ein riskantes Spiel! Kurz vor Weihnachten 2025 stand plötzlich ein alter Weggefährte vor der Tür: „SIR BENNY 81“, in der Szene als „der Friseur“ bekannt. Vor Ekos Dortmunder Haus rief er u.a.: „Komm raus und bring deine Frau mit, sie hat ja einen Waffenschein!“. An Weihnachten eskalierte die Lage. Mehrere Projektile trafen die Hauswand einer 83-jährigen Nachbarin, kurz darauf wurde Ekos Garagentor scharf beschossen. Die Polizei spricht von einer gezielten Einschüchterung – verletzt wurde niemand.

Frank Hanebuth im Brennpunkt! Wenige Tage später tauchte ein weiterer Name auf: Frank Hanebuth, Hells-Angels-Legende aus Hannover und jahrzehntelang einer der bekanntesten Rocker Deutschlands. Eko forderte Hanebuth öffentlich dazu auf, seine Mitglieder wegen diverser Beleidigungen zur Entschuldigung zu bewegen – Hanebuth soll abgelehnt haben.Eko reagierte, indem er Telefonmitschnitte veröffentlichte. Darin, so sein Vorwurf, habe Hanebuth Geld für Hells-Angels-Textilien angeboten, die sich noch im Besitz Ekos befanden. In MC-Kreisen gilt jedoch: Clubpatches und Wappen sind Eigentum des Vereins und müssen bei einem Ausschluss zurückgegeben werden. Eko konterte mit den Worten: „Kommt und holt sie doch“!

SEK-Einsatz bei Eko und Benny – mutmaßlicher Waffenfund sorgt für Wirbel! Am 15. Januar 2026, früh am Morgen, explodierten Knallkörper, dann stürmte das SEK NRW zeitgleich Ekos Wohnung in Dortmund und Bennys Haus in Castrop-Rauxel. Beide wurden festgenommen, erkennungsdienstlich behandelt und wenig später entlassen. Inoffiziell heißt es, bei Eko seien zwei Schusswaffen sichergestellt worden – laut Gerüchten sollen sie jedoch seiner Lebensgefährtin gehören. In der Szene wird gemunkelt, Benny habe zuvor öffentlich Eko bzw. die Freundin denunziert – ein Verhalten, das bei „1%-Clubs“ als Tabubruch und schweres Vergehen gilt.

Exklusivinterview auf Kanal99 – Inside Rockerkrieg Dortmund! Der Autor dieses Artikels führte mit Eko ein exklusives Real-Talk-Interview für den YouTube-Nachrichtensender „Kanal99“: „Eko the Troublemaker XXL Talk über Bandidos – Hells Angels, Frank Hanebuth & Festnahme“ Eko spricht darin offen über Strukturen beider MC-Clubs, schildert Hintergründe zum Dortmunder Rockerkrieg und bringt neue Details zum Massenübertritt vom September 2024 ans Licht. Ob weitere Eskalationen folgen, bleibt offen – Polizei und Szene beobachten die Lage aufmerksam. Atilla Memet für European News Agency

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