Mittwoch, 13.12.2017 13:47 Uhr

Doppel-Packs entschieden weitgehend das Spiel

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Chemnitz, 06.12.2017, 16:28 Uhr
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Jubel beim 1. FCM.
Jubel beim 1. FCM.  Bild: 1. FCM

Chemnitz [ENA] Der Chemnitzer FC als Gastgeber musste gegen den Favoriten, den 1. Fußball-Klub Magdeburg, eine knappe 2:3-Niederlage einstecken. Der Kapitän beim 1. FCM Christian Beck, erspielte sich die "Trophäe" als Match-Winner. Denn er trug entscheidend zum Sieg bei, da er Klasse-Tore schoss.

Damit durchbrach er seine Ladehemmung, die ihm in Anfragen von Fans und Journalisten oft vorher in Erklärungsnot brachten. Dieser Doppel-Pack wurde eigentlich auch die Fortsetzung seines spektakulären Tores vor einer Woche beim Städte-Punktspiel- Duell gegen den Halleschen FC, bei dem ihm ein luftakrobatischer Hacken-Tor-Trick gelang. Der Gäste-Coach Jens Härtel hatte vor dem Spiel kein so gutes Gefühl.

Ein Doppel-Pack für den Match-Winner

Goalgetter Philip Türpitz fehlte durch seine Rote Karte, aus dem HFC-Spiel resultierend, als Mit-Sturm-Spitze mit Beck. Der Kommentar von Härtel: "Es ist schon bitter für Philip, denn er hatte sich als ehemaliger Chemnitzer schon über ein halbes Jahr auf seinen Einsatz in seiner alten Wirkungsstätte gefreut." Aus taktischen Gründen setzte der Gästetrainer für seinen etatmäßigen Kapitän Marius Sowislo den laufstarken Mittelfeldakteur Dennis Erdmann ein.

Die taktische Route hieß 3:4:3

Der Chemnitzer Trainer Horst Steffen vertraute der taktischen Formation 4:3:3, um die sturmstarken Elbestädter besser blockieren zu können. Er setzte auch seinen torgefährlichen Stoß-Stürmer Daniel Frahn in die Dreier-Angriffs-Reihe ein. Doch mit Spielbeginn kamen die Einheimischen sofort unter Druck. Sie fanden kaum zu einem geordneten Zusammenspiel. Waren sie etwa irritiert durch die akustische Überlegenheit der Fans im Gästeblock?

Wirbelwind Niemeyer sorgte für das erste Tor

In der 12. Minute fiel dann das 1. Tor für den Gast (1:0). Denn der FCM-Mittelfeld-Akteur Michel Niemeyer bediente seinen Klubkameraden Christian Beck von der Links-Außen-Position. Und der netzte blitzschnell vor der mehrbeinigen gegnerischen Abwehr ein. Dadurch entstand bei den Chemnitzern eine gewisse Schockstarre. Sie ließen ein geordnetes Zusammenspiel vermissen. Außerdem erreichten sie auch keine gelungene Ballsicherung. Fehlpässe häuften sich. Die 4. Niederlage in Folge drohte dem Gastgeber.

Die gleiche Konstellation führte zum 2:0

Dafür "sprach" auch die 20. Minute. Wieder war es die gleiche Konstellation im Angriff. Niemeyer bediente wieder Beck, der aus 6 Metern Entfernung den Ball in die Maschen zum 2:0 für den FCM beförderte. Damit war der erste Doppel-Pack in der jungen Saison 2017/18 für Beck perfekt. Und acht Minuten später war der gleiche Spieler der Verursacher eines Tores. Diesmal prallte der Ball von ihm zu Frahn, der den Magdeburger Keeper Jan Glinker tunnelte und auf 2:1 verkürzte.

Vor dem Halbzeit-Pfiff fiel das 3:1 durch Julius Düker

Bevor der Halbzeit-Pfiff erfolgte, fiel dann das 3:1 für den 1. FCM. Niels Butzen hatte kunstgerecht geflankt. Sein Mitspieler Julius Düker erwischte den Ball, vollführte eine blitzschnelle "tänzerische" Bewegung und "vernaschte" den Chemnitzer Torwart. Voller Genugtuung meinte der Sportdirektor der Blau-Weißen Mario Kallnik im Pausengespräch: "Wir sind hervorragend im ersten Teil ins Spiel gekommen!" Die zweite Halbzeit war geprägt durch Auswechslungen, die den Spielfluss nicht unmittelbar verbesserte. Zumeist wurde versucht - besonders beim Gastgeber - durch hohe Bälle als Spieleröffnung zu entscheidenden Vorteilen zu kommen.

Auch für Daniel Frahn ein Doppel-Pack

Zumeist blockte die FCM-Abwehr ab. Doch in der 78. Minute gelang erneut Frahn nach einer Flanke von Florian Hansch mit Hackentrick sein insgesamt 10. Tor zum 2:3 zu schießen. Aber weitere Versuche der Gastgeber scheiterten an der doch sattelfesten Gästeabwehr. Chemnitz nimmt damit den 18. Tabellen-Abstiegs-Platz ein. Magdeburg dagegen besitzt jetzt als 2. auch 40 Punkte wie der Erst-Platzierte Paderborn.

Trainerstimmen:

Jens Härtel (Magdeburg): " Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Denn besonders in der ersten Halbzeit war er der beste Fußball, den wir in dieser Saison gespielt haben. Denn es waren immerhin 3 Tore für uns. Zum Schluss haben wir noch etwas gewackelt. So hing der Sieg an einem seidenen Faden, der jedoch gehalten hat." | Horst Steffen (Chemnitz): " Es war ein engagierter Auftritt meiner Mannschaft. Wir haben aber die einfachen Tore bekommen. Die Magdeburger Qualität liegt eben in der Offensive. Trotzdem haben wir mit viel Leidenschaft gekämpft."

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