Montag, 19.02.2018 17:05 Uhr

Die Preußen aus Münster scheiterten

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 11.02.2018, 16:25 Uhr
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Rechts Tobias Schwede Torschütze beim FCM.
Rechts Tobias Schwede Torschütze beim FCM.  Bild: Sportfoto 1. FCM

Magdeburg [ENA] Die Siegesserie endete auch diesmal nicht. Der 1. FC Magdeburg besiegte auch im sechsten Vergleich den SC Preußen Münster mit 3:1-Toren. "Wir waren gewillt, die weitgehende Negativ-Bilanz im neuen Jahr 2018 - mit zwei Niederlagen und einem Unentschieden - wettzumachen.

Die Mannschaft wollte in diesem Match gegen die in den letzten Spielen selbstbewusst auftretenden Preußen beweisen, welche Potenz in ihr steckt", erklärte FCM-Coach Jens Härtel vor dem Spiel. So brachte er gegenüber der Niederlage mit 0:1 gegen Würzburg im Spiel gegen Münster 2 Neue in die Mannschaft mit Steffen Schäfer und Julius Düker, die Nico Hammann und Michel Niemeyer ersetzten.

Kobylanski und Grimaldi auf der Bank

Der Münsteraner Trainer Marco Antwerpen ließ nach dem 4:2-Sieg gegen Werder II Martin Kobylanski und Adriano Grimaldi auf der Bank für Moritz Heinrich und Michele-Claudio Rizzi. Er traf immerhin gegen Werder II vier Mal. Über die beiden auf der Bank Verbannten herrschte allgemeines Unverständnis, da sie im Angriff in den zurückliegenden Spielen zu den gefährlichsten Sturmakteuren gehörten. Die mit Enthusiasmus ins Spiel gestiegenen Hausherren wurden schon nach 9 Minuten eiskalt erwischt.

Ein Nicht-Stürmer erzielte das 1:0 zur die Gäste

Der nicht unmittelbar zur Angriffs-"Front" der Preußen zählende Simon Scherder erhielt den Ball vom gegnerischen Verteidiger Felix Schiller "zugeköpft". Der schoss sofort aus 2 Metern Entfernung ein. Doch 4 Minuten später netzte der diesmal besonders agile Elbestädter Tobias Schwede aus einem spitzen Winkel von und mit Links zum 1:1 ein. Danach zeigten sich die Preußen geschockt. Es unterliefen ihnen mehr Abspielfehler. Sie leisteten sich auch im Doppelpass-Spiel etliche "Ungereimtheiten". Auch die im Mittelfeld vorrangig dominierenden Kopfball-Duelle hatten für sie Nachteile.

Die Elbestädter dominierten im Angriffs-Spiel

Besonders bedingt, da die einheimischen Akteure größer und kopfballsicherer waren. Die Elbestädter dominierten auch im Angriffs-Spiel. Es brannte teilweise "lichterloh" im Münsteraner Strafraum. Ihr Torwart Schulze Niehues präsentierte sich jedoch mit guten Reaktionen. Aber in der 31. Minute schlug es bei ihm erneut ein. Nach dem Freistoß von Schwede köpfte der kopfballsichere FCM-Verteidiger Christopher Handke zum 2:1 ein. Und schon 3 Minuten später erhöhte der agile "Stoß-Stürmer" Christian Beck mit einem luftakrobatischen Seit-Fallrückzieher auf 3 : 1 für den FCM.

Tor durch luftakrobatischen Fallrückzieher

Es ist sicher eines der schönsten Tore seiner Laufbahn! Aber auch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Elbestädter als die bessere Mannschaft. Sie hatten eigentlich mit ihren gezielten Angriffen mehrfach das vierte Tor "auf dem Fuß". Doch in der 48. Minute besaß der Münsteraner Tobias Rühle eine ausgesprochen gute Chance, den Rückstand zu verkürzen. Wer weiß, wie sich das Spiel in der Endphase noch entwickelt hätte - zumal ihr umtriebiger Fabian Menig mit seinem Pfosten-Schuss glänzte. Mit diesem Sieg schmilzt aus Magdeburger Sicht der Rückstand zum Spitzenreiter Paderborn - im Verhältnis 51:50-Punkten.

Trainerstimmen:

Marco Antwerpen (Münster): "Wenn man die Anfangsphase sieht, wie mutig wir aufgetreten sind, dann auch noch in Führung gehen, war das schon richtig klasse. Wir kriegen dann leider durch einen eigenen Fehler den Ausgleich. Das war der Türöffner für Magdeburg. Nach dem Rückstand von 1:3 kommen wir in der 2. Halbzeit gut raus. Schade für Rühles Chance. Wir haben heute beim Tabellen-Zweiten gespielt, das darf man nicht vergessen."

Jens Härtel (Magdeburg): "Wir sind gar nicht so schlecht in die Partie reingekommen und haben dann natürlich beim 0:1 schlecht verteidigt. Der Ausgleich war der richtige Punch für die Mannschaft. Nach Standard- Situation sind wir in Führung gegangen und dann das 3:1 nachgelegt. Wir hatten im weiteren Spielverlauf immer wieder Chancen für weitere Tore und haben nach langer Zeit wieder ein Spiel gedreht."

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