Mittwoch, 13.12.2017 13:51 Uhr

Die Löwen bissen empfindlich zu

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 03.11.2017, 17:15 Uhr
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Darstellung der Mannschaft (Saisonbeginn)
Darstellung der Mannschaft (Saisonbeginn)  Bild: Archiv

Magdeburg [ENA] Die Mannheimer Rhein-Neckar-Löwen demonstrierten zu Recht, dass sie im letzten Jahr Meister in der Handball-Bundesliga geworden sind. In dem Big-Point-Spiel fügten die Rhein-Neckar-Löwen aus Mannheim dem Kontrahenten, dem SC Magdeburg, in der mit 6800 Zuschauern ausverkauften...

...GETEC-Arena eine Niederlage mit 32:29-Toren zu. Zwar stehen die Löwen in der Bundesliga-Tabelle mit 18:2-Punkten nur auf dem 2. Platz - jedoch bedingt durch ein Spiel weniger als die Erst- Platzierten, die Füchse-Berlin. Der SCM verharrt weiterhin auf dem 6. Platz in der Tabelle (14:10 Punkte). Der beste Werfer bei den Gastgebern war Michael Damgaard mit 8 Toren und Nemanja Zelenovic mit 3 Toren.

Andy Schmid - ein klug agierender Dirigent

Bei den Gästen sind es Andy Schmid (7/2) und Valur Sigurdsson ebenfalls mit 7 Toren die erfolgreichsten Torschützen. Mit Beginn dominierten die Mannheimer diese brisante Auseinandersetzung. Sie hatten in Andy Schmid einen klug agierenden Dirigenten. Seine Anspiele erreichten seine Kreisspieler Rafael Gonzales und den deutschen Nationalspieler Hendrik Pekeler, die oft erfolgreich das Tor trafen.

Pekeler war eine wichtige Abwehrsäule bei den Gästen

Nationalspieler Pekeler war auch eine wichtige Abwehrsäule bei den Gästen. So mußten die Elbestädter oftmals in den ersten Minuten an sich zweifeln. Denn es traten gehäuft Abspielfehler auf. War das Team von SCM-Trainer Bennett Wiegert zu übermotoviert? Sie verfielen zu oft in Fehlwürfen in ihren Angriffsspielen - immer unter dem Aspekt, den Ball besonders schnell wandern zu lassen. So urteilte ihr Coach nach dem Match: "Nach unserer Statistik sind 24 Fehlwürfe einfach zu fiel. Das kann man sich bei einer derartigen Gegnermannschaft nicht erlauben. Die Rhein-Neckar-Löwen haben das eiskalt bestraft."

Ein Michael Damgaard beim SCM reichte diesmal nicht

So stand es nach 6 Minuten bereits 1:4 für den Gast, der immer wieder die Lücken fand. Besonders ihr Rechts -Außen Patrick Groetzki, ebenfalls einer der bevorzugten Außen bei dem Handball-Auswahltrainer Christian Prokop. In der 14. Minute hielt der 3-Tore-Vorsprung weiterhin bei den Löwen (4:7). Ein weiteres Unterpfand für die weitere Führungs- Folge bis zum Halbzeit-Pfiff (15:11) bildete auch der Löwen-Keeper Mikael Appelgren. Insgesamt wartete er mit 15 Paraden auf. Aber auch der Magdeburger Torwart Jannik Green verhinderte mit tollen Abwehr- Leistungen eine höhere Niederlage.

Torwurf Rhein-Neckar Löwen

"Bravo Jannik" - riefen die begeistert mitgehenden Zuschauer

Er bekam von den begeisternd mitgehenden Fans Sonderbeifall und zur ständigen Motivation die Positiv-Bekundung: "Bravo Jannik, bravo." Besonders monierten sie aber auch die Schiedsrichter-Entscheidungen. Und Wiegert beschwor seine Mannen in einer Auszeit, nicht gegenüber den Schiedsrichtern zu reklamieren. Doch für seine überpulsierten Reaktionen am Spielfeldrand erhielt er die Gelbe Karte. In der Pause schienen die Einheimischen viel "Kraft getankt" zu haben. Sie stürmten mit viel Vehemenz gegen die gegnerische Abwehr an.

Wir waren mit unserem 7. Feldspieler gut beraten

Der Überraschungseffekt war teilweise gelungen. Sie verkürzten (32. Minute) auf 13:15 (Damgaard) und 3 Minuten später auf 15:17. Doch in der 45. Minute führten die Löwen mit 6 Toren (19:25). Sie ließen sich auch bis zum Abpfiff nicht mehr überraschen. Doch in den letzten 3 Minuten spielten sie ein wenig unvorsichtig und ließen so den Vorsprung schmelzen. Die abschließende Kurzeinschätzung des Trainers der Rhein-Neckar-Löwen Nikolaj Jacobsen: "Wir machen das als Mannschaft bisher richtig gut. Das waren Big-Points für uns. Wenn man am Ende der Saison oben stehen will, muß man solche Spiele gewinnen."

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