Sonntag, 24.06.2018 11:07 Uhr

Das Tripel rückt für den FCM näher

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 07.05.2018, 04:42 Uhr
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Christian Beck, der das 100. Tor seiner Laufbahn schoss.
Christian Beck, der das 100. Tor seiner Laufbahn schoss.  Bild: 1. FCM

Magdeburg [ENA] Jetzt ist das Tripel greifbar nahe. Durch den 3:1-Sieg gegen das insolvente und absteigende Team, den Chemnitzer FC, rückt der bereits als Aufsteiger in die 2. Bundesliga feststehende 1. FC Magdeburg in die Tripel-Nähe. Er besitzt zwei Punkte (82 Pkt.) Vorsprung...

...vor dem Tabellen Zweiten der 3. Liga Paderborn (80 Pkt.). Damit könnte im letzten Match der Saison 2017/2018 gegen Lotte der Meistertitel in dieser Liga errungen werden. Die knapp 22 000 Fans feierten mit einer gelungenen Choreographie - eine auffällige Mischung aus dem Winken (Schals und Tücher) mit FCM-Symbolen und teilweise neu kreierten Liedwerken, immer in rhythmischer Bewegung.

Jubel und Tränen

Das erzeugte Emotionen auch bei den Spielern. Sichtbar auch bei dem jahrelangen Kapitän Marius Sowislo, der durch den Trainer und anderweitig persönlich "geadelt" wurde. Aber auch improvisierte Sprachtexte hoben das bis dato zielgerichtete Führen und Agieren mit seiner Mannschaft hervor. Einen viel gestalteten "Ritterschlag" im FCM-Stadion erhielt auch symbolisch von prominenten Gästen - Sponsoren und Personen aus der Politik -, aber natürlich auch von den Fans, der Manager und Sport-Chef Mario Kallnik.

Initiator, Inspirator und "Superhirn" des Klubs

Mit solchen semantisch aussagekräftigen Attributen wurde er verbal bedacht: Initiator, Inspirator - das "Superhirn " des Klubs, der wie Phönix aus der Asche dem Team ständig Leben einhauchte. Und er dachte schon wieder zielorientiert voraus: "Dauerhaft wollen wir uns in der 2. Liga etablieren." Er war es auch, der am Ende das Mikrophon ergriff und erklärte: "Wir haben unserem kanadischen Auswahlspieler Andre Hainault einen neuen Einjahresvertrag angeboten." Das erzeugte Erstaunen bei den Fans. Denn eigentlich sollte er, wie andere 8 Spieler verabschiedet werden.

Zum Spielablauf - 100. Tor von Beck

Dem Chemnitzer FC wurde durch den 1. FC Magdeburg eine kleine Lehrstunde hinsichtlich der Verwertung von Chancen gegeben, der viel Zweikämpfe im Mittelfeld gewann. So erspielten sie sich schon in der 11. Minute das 1:0 von Christian Beck. Er schoss damit das 100. Tor in seiner bisherigen Spielerlaufbahn für den 1. FC Magdeburg. Bereits 7 Minuten später erzielte Charles Elie Laprevotte das 2:0. Ein zauberhaftes Tor gelang dann auch noch dem Goalgetter Philip Türpitz (23. Minute) - mit einer Schärfe des Balles, den der gegnerische Torhüter Kevin Kunz nicht entschärfen konnte. Und nach 37 Minuten netzte der gefährliche Chemnitzer Angreifer Daniel Frahn den Anschlusstreffer ein (3:1).

Trainerstimmen:

David Bergner (Chemnitzer FC): "Magdeburg spielt bald Zweite, wir bald Vierte Liga - das hat man heute gesehen. Der Leichtsinnsfehler unseres Torwarts Kunz, der zum 0:1 führte, hat uns natürlich verunsichert." | Jens Härtel (1. FC Magdeburg): "Das zeichnet die Magdeburger Fans auch ein Stück weit aus, dass sie den Jungs, die das hier alles mit erarbeitet haben, den nötigen Respekt zollen, auch wenn sie den Verein verlassen. Schade, dass wir kein viertes Tor gemacht haben, wir hatten viele gute Möglichkeiten. Viele Freunde und Bekannte waren heute hier, ich empfinde tiefe Dankbarkeit, aber Marius Sowislo wird uns fehlen. Die Lücke muss erst gefüllt werden."

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