Mittwoch, 13.12.2017 13:48 Uhr

Neandertal: Museum und Wildgehege sind Publikumsmagnete

Verantwortlicher Autor: Horst Nauen Erkrath/Mettmann, 05.11.2017, 17:03 Uhr
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Neandertal: Museum und Wildgehege als touristische Highlights
Neandertal: Museum und Wildgehege als touristische Highlights  Bild: Horst-Peter Nauen

Erkrath/Mettmann [ENA] Das "Neandertal Museum" sowie das "Eiszeitliche Wildgehege" inmitten eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands laden ein zu einem herbstlichen Rundgang rund um die Fundstelle des Urzeitmenschen - dem Neanderthaler". In 21 Jahren waren fast 4 Millionen Besucher im Museum zu Gast.

Das am, 10. Oktober 1996, eröffnete Neandertal Museum beschäftigt sich vorrangig mit der Darstellung der Entwicklungsgeschichte des Neanderthalers und des Menschen. In dieser Zeit hat sich das Museum bundesweit als auch international einen hervorragenden Ruf erworben und steuert auf den vier Millionsten Besucher zu. Die Besucherströme aus aller Welt reißen nicht ab, unverändert sind vormittags Schulklassen und am Nachmittag Familien und Einzelbesucher Gäste im Haus.

Das Neandertal Museum
Der "Neanderthaler"

Positiv zu bewerten ist der hohe Anteil von Schulklassen, die sich für eine Führung anmelden. Das Neandertal Museum im Kreis Mettmann hat sich längst als außerschulischer Lernort etabliert. In der Steinzeitwerkstatt des Museums gibt es jährlich etwa 1.500 Veranstaltungen für bis zu rund 30.000 Kinder und Jugendliche. Auch für Erwachsene bietet das Museum, das zu den erfolgreichsten Museen Deutschlands zählt, interessante Führungen und Programmpunkte.

Die Steinzeitwerkstatt

Das Eiszeitliche Wildgehege im Herbst

Direkt am Neandertal Museum befindet sich inmitten des ältesten Naturschutzgebietes Deutschlands das "Eiszeitliche Wildgehege". In einer abwechslungsreichen Landschaft mit Hoch- und Talwiesen, bewaldeten Hängen und dem kleinen Fluss "Düssel", leben auf 23 Hektar verschiedene urige Tierarten wie: Tarpane, Auerochsen und Wisente. Aufgrund der historischen Bedeutung, der ursprünglichen Natur und wegen der Wildtiere ist das Gelände ein geschätztes Naherholungsgebiet.

Im Herbst und in den Wintermonaten können Besucher die Tarpane auf der Winterweide direkt hinter der Steinzeitwerkstatt beobachten. Die einst in den Waldgebieten Mitteleuropas, den Steppen Osteuropas und Russland lebenden Tarpane wurden vom Menschen ausgerottet, durch eine gezielte Rückzüchtung aus Przwalskipferde, gotländische Ponys und Koniks ist es gelungen ein ähnlich robustes und unempfindliches Wildpferd, wie hier im Wildgehege Neandertal, zu züchten. Die mausgrauen Tarpane mit dunklem Aalstrich und zweifarbiger Mähne leben hier ganzfährig draußen und haben nur im Winter, zur Schonung der Weideflächen, Zugang zum Stall.

Die Wildpferde genießen die Herbstsonne

Nachwuchs bei den Auerochsen

Die Auerochsen im Wildgehege Neandertal sind eine der ältesten Herden in Deutschland, schon in den 1930er Jahren hielten sie hier ihren Einzug. Vor zehn Monaten hielt Auerochsen-Stier "Albrecht" seinen Einzug in das Gehege - prompt kamen im Oktober innerhalb von neun Tagen sechs Kälber zur Welt. Tagsüber finden sich die Kälber gerne zu einer Kindergartengruppe zusammen und werden von der ganzen Herde betreut, auch Albrecht ist als treusorgender Vater immer dabei und beschützt seinen Nachwuchs mit wachsamen Augen und Ohren.

Foto: kreisverwaltung mettmann

Wer 'Albrecht' und seinen Nachwuchs beobachten möchte, kann sie jederzeit kostenlos besuchen. Eine Garantie die Herde zu sehen, besteht auf den riesigen Weiden des Eiszeitlichen Wildgeheges im Neandertal jedoch nicht.

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