Freitag, 19.01.2018 00:18 Uhr

Pulverfass Iran: Welche Richtung treibt der Golfstaat

Verantwortlicher Autor: Felix Pfitscher Frankfurt/ Main, 11.01.2018, 23:47 Uhr
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Vor dem Regierungsgebäude in Brüssel. Im Bild: Netzwerk für Solidarität mit Hilfe der iranischen Protestbewegung
Vor dem Regierungsgebäude in Brüssel. Im Bild: Netzwerk für Solidarität mit Hilfe der iranischen Protestbewegung  Bild: Felix Pfitscher

Frankfurt/ Main [ENA] Irans Präsident Hassan Rohani stellt weichen Kurs und fordert die Freilassung allen inhaftierten Studenten. Bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen im Iran, fordert das „Netzwerk für Solidarität“ mit Hilfe der iranischen Protestbewegung.

Es geht nicht nur um die "schlechte Wirtschaftslage" wie zahlreiche Medien berichten, nein, es geht um die Menschenrechte, insbesondere um die Versammlungs- und Meinungsfreiheit, was die Regierung im Iran keineswegs duldet geschweige zulässt. Trotz der immens großen Gefahr, der sich viele Menschen im Iran aussetzen, protestieren Tausende seit einigen Wochen in unzähligen Orten des Landes gegen das iranische Regime. Die Menschen fordern ein Ende von Armut, Arbeitslosigkeit, Korruption, klerikalem Herrschaftssystem, autoritärer Staatsführung; insbesondere wird auch die Abschaffung der ´“Islamischen Republik“ von vielen gefordert.

Unüberhörbarer Protest am Regierungsgebäude in Brüssel am 11.01.2018
Proteste in arabischen Schriftzeichen
Heute 11.01.2018 Protest vor dem Regierungsgebäude in Brüssel
11.01.18 Vor dem Regierungsgeb. in Brüssel. Im Bild: Netzwerk für Solidarität“ mit Hilfe der iranischen Protestbewegung

Der iranische Gewerkschafter Reza Shahabi ist Schatzmeister und Vorstandsmitglied der Busgesellschaft im Großraum Teheran („Sherkat-e-Vahed“). Er wurde wegen seiner Aktivitäten als Gewerkschafter und Verteidiger des Arbeitsrechts im Juni 2010 festgenommen und zu sechs Jahren Haft verurteilt. Reza Shahabi wurde nach vier Jahren Haft wegen seiner Krankheit und notwendigen Operationen aus dem Gefängnis entlassen. Am 9. August 2017 hat die Sicherheitsbehörde der Islamischen Republik Irans, Herrn Reza Shahabi erneut verhaftet. Seiner Ehefrau wurde lediglich mitgeteilt, dass er noch 17 Monate Haft abzuleisten hat.

Reza Shahabi trat aus Protest gegen diese „barbarische Gerichtsakte“ in den Hungerstreik, welcher 50 Tage andauerte. Reza Shahabi, einer der wichtigsten Figuren der Arbeiterinnenbewegung im Iran, der schon seit Monaten unter unzumutbaren Bedingungen inhaftiert ist, wurde am 09.01.2018 aus dem Gefängnis „Rajai Shahr“ entführt. Keiner der Familienangehörigen, noch eine Organisation weiß, wohin er gebracht wurde. Sein Gesundheitszustand hat sich in letzter Zeit stark verschlechtert. Bis dato erlitt er zwei Schlaganfälle und benötigt dringend fachärztliche Behandlung.

Die iranische Regierung ist für das Leben von Reza Shahabi verantwortlich. Jegliche Vernachlässigung und Versäumnisse bezüglich seiner medizinischen Behandlung, hat die „ Islamische Republik Iran“ zu verantworten. Die Weltgemeinschaft verurteilt aufs Schärfste die körperliche Gewalt und Festnahme der Aktionsteilnehmer am 26.12.2017 in Teheran! Gewaltlose Demokraten und freiheitsliebende Menschen sind weiterhin aufgerufen für die Freilassung von Reza Shahabi zu protestieren! Die EU fordert seit Jahren vom Iran Respekt der Versammlungsfreiheit.Freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlungsrechte sollen und müssen für alle im Iran ein selbstverständliches Grundrecht sein.

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