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Ministerin Schulze Föcking setzt weiter auf Ökobetriebe

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Zülpich, 29.11.2017, 14:27 Uhr
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NRW-Ministerin Schulze Föcking sagt Ökoverbänden weitere Unterstützung zu
NRW-Ministerin Schulze Föcking sagt Ökoverbänden weitere Unterstützung zu  Bild: hausbollheim

Zülpich [ENA] Umweltministerin Christina Schulze Föcking hat bei einem Besuch des 200 Hektar großen Ökolandbau-Betriebes "Haus Bollheim" in Zülpich die Bedeutung der Ökolandwirtschaft in Nordrhein-Westfalen betont und deren Unterstützung erneut bekräftigt und soll konsequent weiterentwickelt werden.

,,Die ökologische und die konventionelle Landwirtschaft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beide tragen wesentlich zur Sicherung unserer Lebensmittelversorgung bei. Mein Ziel ist es, die Ökolandwirtschaft im bevölkerungsreichsten Bundesland entsprechend der steigenden Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln weiter zu entwickeln", sagte Schulze Föcking. Die Ökoverbände Demeter, Bioland, Biokreis und Naturland hatten die Ministerin zur Besichtigung des Gemischtbetriebes mit Milchviehhaltung, Gemüseanbau und intensiver Direktvermarktung eingeladen.

Haus Bollheim in Zülpich
Christina Schulze Föcking (2.v.l) besucht Haus Bollheim
Haus Bollheim - heißt jede Menge Kühe

Haus Bollheim - 30 Jahre Öko-Landbau

Zu dem 200 Hektar Gemischtbetrieb "Haus Bollheim" gehören Kühe und Hühner, Acker-, Wald- und Grünland, Gemüsegärten, Gewächshäuser, eine Bäckerei, eine Käserei und sechs Familien mit drei Generationen die seit 30 Jahren auf dem Hof leben und arbeiten. Damit gehört der Hof zu den Pionieren des Öko-Landbaus in der Köln-Aachener-Bucht. Die Vermarktung der eigenen Produkte erfolgt in einem Hofladen sowie auf verschiedenen Wochenmärkten in Köln und Umgebung.

NRW-Fördermaßnahmen für Ökolandwirtschaft

Im Rahmen des "NRW-Programms Ländlicher Raum 2014 bis 2020" hat die Landesregierung bis zum Jahr 2020 insgesamt 133 Millionen Euro für Öko-Betriebe und Betriebe die auf ökologischen Landbau umstellen, eingeplant. Derzeit erzeugen, verarbeiten und handeln 3.867 Unternehmen in NRW Ökolebensmittel. Der Anteil der Ökolandwirtschaft an der gesamten Landwirtschaft beträgt rund 6,2 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe und 5,4 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in NRW.

Der Umsatz mit Ökolebensmitteln betrug 2016 in NRW schätzungsweise 1,8 Milliarden Euro. Für das Jahr 2017 entfallen voraussichtlich rund 19,5 Millionen Euro für Öko-Betriebe in Nordrhein-Westfalen die Auszahlungsanträge gestellt haben.

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