Doppelmord an der Costa Blanca
Alicante - Elche [ENA] Grausamer Doppelmord an der Costa Blanca: In Elche werden zwei Deutsche tot aufgefunden, ein dritter kämpft im Krankenhaus ums Überleben. Die mutmaßlichen Täter – zwei Polen – waren nur Tage zuvor festgenommen und wieder freigelassen worden. Entsetzen und Kritik erschüttern Spanien.
Wenige Tage vor Weihnachten wird die spanische Küstenregion von einem schockierenden Gewaltverbrechen erschüttert. Zwei deutsche Männer wurden in einer Ferienhaussiedlung in Elche getötet, ein weiterer erlag schwersten Verletzungen und liegt im Krankenhaus im Koma. Laut den Ermittlungsbehörden deutet alles auf einen besonders brutalen Tathergang hin. Nach ersten Erkenntnissen sollen die drei Deutschen im Auftrag des Eigentümers eine Villa überprüft haben, die mutmaßlich illegal besetzt war. Am Montagabend kam es dort zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit zwei polnischen Männern im Alter von 19 und 42 Jahren, die sich im Haus aufhielten. Die Opfer sollen nach Angaben der Polizei „langsam und qualvoll“ gestorben sein.
Eine Anwohnerin, die den Notruf verständigte, berichtete, sie habe beobachtet, wie einer der Verdächtigen die leblosen Körper der Männer aus dem Haus schleifte und versucht habe, sie in den Kofferraum eines Autos zu laden. Ermittler fanden am Tatort Blutspuren und deutliche Schleifmarken, die bis zur Straße führten. Die beiden Tatverdächtigen verschanzten sich anschließend in dem Ferienhaus und hielten die Sicherheitskräfte über 20 Stunden in Atem. Erst am Dienstagnachmittag gelang es Spezialeinheiten der Guardia Civil, die Männer ohne Widerstand festzunehmen. Wie inzwischen bekannt wurde, waren die beiden Polen der Polizei bereits bestens bekannt.
Nur drei Tage vor der Tat waren sie wegen Diebstahls mit Gewalt und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vorübergehend festgenommen, nach richterlicher Anhörung jedoch wieder freigelassen worden. Elches Bürgermeister Pablo Ruz bezeichnete diesen Umgang mit den Tätern als „skandalösen Fehler im System“. Die Ermittlungen dauern an. Eine Informationssperre wurde verhängt, während Rechtsmediziner und Kriminaltechniker weiter an der Rekonstruktion des genauen Tatablaufs arbeiten. Die Bevölkerung der Region reagiert mit Entsetzen auf die grausamen Details, die allmählich ans Licht kommen.




















































