Montag, 25.06.2018 03:55 Uhr

Ausbildungseinheit 1. Hilfe für FFw Sachsenbrunn

Verantwortlicher Autor: K.-W. Fleißig Sachsenbrunn, 10.01.2018, 21:56 Uhr
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Sachsenbrunn [ENA] Am vergangenen Freitagabend stand für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der Einheitsgemeinde Sachsenbrunn die jährliche Schulung zur ersten Hilfe auf dem Ausbildungsplan. Rettungssanitäter Norman Wolff vom Rettungsdienst des Regiomed-Verbundes in Neuhaus – und selbst Sachsenbrunner – hat mittlerweile zum vierten Mal für die Sachsenbrunner Einsatzkräfte eine solche Schulung durchgeführt.

Auf dem Plan standen in Theorie und Praxis Fragen der Versorgung von Verunfallten bei Bewusstlosigkeit und anstehender Reanimation, die Helmabnahme bei verunglückten Motorradfahrern oder auch das Trauma der Halswirbelsäule bei Verkehrsunfällen und Stürzen. Was ist zu tun bei Verbrennungen entsprechend einzelner Verbrennungsgrade oder auch bei Amputationen? In der praktischen Anwendung demonstrierte Norman Wolff unter Einbeziehung von Kameraden die stabile Seitenlage und die Herzdruckmassage in Verbindung mit der Beatmung verletzter Personen oder auch das Anlegen eines Stifneck – umgangssprachlich bekannt als Halskrause – sowie die Versorgung Verletzter bei Amputationen.

Dabei spielte auch die Frage eine Rolle, welcher Unterschied bei der Reanimation von Erwachsenen und Babys bzw. Kleinkindern zu beachten ist. Rettungssanitäter Norman Wolff möchte die Kameraden „auf dem besten Stand haben, den es gibt“. Das ist aus seiner Sicht für ein professionelles Handeln bei einem Notfalleinsatz wichtig. Für ihre verantwortungsvolle Arbeit „zieht er seinen Hut“ vor ihnen. Sind die Einsatzkräfte freiwilliger Feuerwehren als erste am Ereignisort, so Wolff, ist ihr Handeln gefragt. „Wenn Leute in einer bedrohlichen Lage das Sondersignal von Einsatzfahrzeugen hören und das Blaulicht sehen, dann wissen sie, dass Hilfe naht.“

Er habe in der Vergangenheit die professionelle Arbeit der Sachsenbrunner schätzen gelernt. Wichtig für Wolff ist eine intakte Kommunikation unter den Einsatzkräften der Wehren selbst und zwischen den einzelnen Einsatzrichtungen. Die Sachsenbrunner Kameradinnen und Kameraden verfügen auf ihrem Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 über eine Rettungstasche, die vom Feuerwehrverein vor zwei Jahren gesponsert und zusammen mit dem Referenten zusammengestellt wurde. Am Rande der Ausbildungseinheit ist von Ortsbrandmeister Christian Glauner zu erfahren, dass die Freiwillige Feuerwehr Sachsenbrunn auch über ein Spineboard, so dass Verunglückte stabil aus Fahrzeugen gerettet werden können, und über eine Schleifkorbtrage verfügt.

Beide Rettungsmittel wurden im Rahmen des Einsatzes der Sachsenbrunner Wehr als Teil der Tunnelbasiseinheiten des Landkreises Hildburghausen durch die Deutsche Bahn angeschafft. Auch Ortsbrandmeister Glauner sieht die Notwendigkeit solcher vorgeschriebenen Schulungen, war man in der Vergangenheit schon öfters vor dem Rettungswagen und Notarzt am Ereignisort. Bisher seien aber keine schweren Verletzungen von den Kameradinnen und Kameraden zu behandeln gewesen. Im vergangenen Jahr, so Glauner, hat die Freiwillige Feuerwehr der Einheitsgemeinde 13 Einsätze gefahren. Zurzeit sei man mit einer Ersatzbeschaffung für das LF 8/6 beschäftigt. Als Ziel sei die Anschaffung mindestens eines Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges geplant.

Das jetzige Fahrzeug sei, so bereits in einer der vergangenen Gemeinderatssitzungen mitgeteilt, an die Grenze der Zuladbarkeit gestoßen.

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