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Im Gespräch

Verantwortlicher Autor: Wolfgang Weichert Esslingen, 24.11.2017, 17:51 Uhr
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Schretzmeier (links) und Kai Holoch (rechts) im Gespräch
Schretzmeier (links) und Kai Holoch (rechts) im Gespräch  Bild: Wolfgang Weichert

Esslingen [ENA] Zum 20. Mal lud die Stuttgarter-Zeitung zur Reihe „StZ im Gespräch in Esslingen“ ein. Gast an diesem Donnerstag war der Gründer und Leiter des Stuttgarter Theaterhauses Werner Schretzmeier. Redaktionsleiters Kai Holoch führte durch diesen informativen Abend.

Rund 80 geladene Gäste durften in den Räumen der Esslinger Redaktion der Stuttgarter Zeitung einem interessanten und informativen Abend beiwohnen. Eigentlich sollte Werner Schretzmeier Rede und Antwort stehen. Doch von den über 40 Fragen, die Kai Holoch dem Gast stellen wollte, konnte er gerade einmal 8 Fragen an den Mann bringen, was aber dem Informations- und Unterhaltungsgehalt an diesem Abend keines Wegs schmälerte. So erfuhren die Gäste vieles über den Werdegang von Werner Schretzmeier. Vom Industriekaufmann-Lehrling über festen freien Mitarbeiter beim damaligen SDR (Süddeutschen Rundfunk) zum Gründer und Leiter des Stuttgarter Theaterhaus.

Eigentlich hat Schretzmeier, der unter anderem die Manufaktur in Schorndorf gegründet hatte, eine Konzeption für die Theaterszene in Berlin ausgearbeitet. Der damalige Kultursenator von Berlin hatte aber dem „langhaarigen Schwaben“ aus der Provinz nicht über den Weg getraut. Zurück in Stuttgart, hat Schretzmeier dann in Wangen die für sein Theaterhaus-Projekt gesuchte leer stehende Fabrik gefunden. Im März 1985 wurde dann das Stuttgarter Theaterhaus gegründet. Im Stuttgarter Rathaus hat er mit dem damaligen Oberbürgermeister Manfred Rommel den Bruder im Geiste gefunden – auch wenn sich die beiden, der eine eher links, der andere stramm rechts gestrickt, häufig aneinander gerieben haben.

Mittlerweile ist auf dem Stuttgarter Pragsattel ein Kulturzentrum entstanden, das auf 12 000 Quadratmetern Nutzfläche drei Theatersäle, einen Konzertsaal, eine Sporthalle, Proberäume, Werkstätten, ein Restaurant und einen Biergarten bietet. In den beiden Abteilungen Tanz und Schauspiel und dem notwendigen organisatorischen Umfeld sind, bei einem Jahresetat von rund elf Millionen Euro, mittlerweile 110 Mitarbeiter beschäftigt. „Ich arbeite gerne und viel. Als Ausgleich darf ich dann auch mal meine Klappe aufmachen“, so Schretzmeier.

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